Juli 2013

1000872_606560792710594_1322688085_nSie ist es. Eine Prüfung, deren Name nur den besten leicht über die Lippen geht. Highspeed, unzählige blinde Kuppen, Sprünge die alle Rekorde brechen, von Start bis Ziel immer am Limit, das ist Ouininpohja. Für viele Fahrer ist diese Prüfung, mitten in Finnlands Wäldern, der Inbegriff des Rallye fahrens.

Doch als 2004 der Norweger Petter Solberg im Subaru Impreza WRC die von der FIA zulässige Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h überschritt und einen neuen Streckenrekord aufstellte, rauchten in Paris die Köpfe. Über 130 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit auf Schotter? Das war zu viel des Guten. Als Folge dessen, wurde sie im Folgejahr in zwei Abschnitte – Ost und West – unterteilt. Als diese Maßnahme die Strecke so zu zähmen scheiterte, strich man sie 2008 komplett aus dem Kalender, als zu schnell und somit als zu gefährlich wurde sie eingestuft. So war die einst “spektakulärste“ Prüfung des finnischen WM-Laufes Geschichte. Bis im letzten Jahr ein Raunen durch die Rallyewelt ging, plötzlich stand die legendäre Prüfung wieder auf dem Zeitplan der 2012er Ausgabe der früheren 1000 Seen Rallye. Und allen Fahrern ging es nur um eins, den Rekord von 2004 zu brechen und sich so in den Geschichtsbüchern des Rallyesports zu verewigen. Und es sollte gelingen. Mikko Hirvonen schnappte sich die Krone des schnellsten Fahrers auf der berüchtigten Prüfung, indem er die 33,01 Kilometer lange Schotterpiste in einer Zeit von 15 Minuten 17 Sekunden und 3 Hundertstel hinter sich brachte.

Diesen Samstag steht Ouninpohja wieder auf dem Zeitplan der Rallye Finnland und eines ist sicher, es wird wieder ein Spektakel. Vielleicht sogar wieder mit einen neuen Rekord auf der schnellsten Wertungsprüfung des Kalenders.

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Georg Berlandy 207 S2000Am kommenden Freitag beendet die Deutsche Rallye Meisterschaft mit ihrem Gastspiel in Luxemburg die Lange Sommerpause. Ein starkes Starterfeld mit vielen Gaststartern hat sich angekündigt.
Mit der Startnummer 1 geht der amtierende deutsche Meister und Vorjahressieger Mark Wallenwein im Skoda Fabia S2000 an den Start. Startnummer 2 hat Ruben Zeltner im starken Porsche 911 GT 3, der aufgrund der aktuellen Wetterlage sicher mit zu den Siegfavoriten zählt. Dahinter starten die beiden R4 von Sandro Wallenwein (Subaru) und Patrick Gengler (Mitsubishi). Jourdan Sederidis startet als Nummer fünf im brandneuen Ford Fiesta R5, Georg Berlandy im Peugeot 207 S2000 als Nummer sechs. DRM-Spitzenreiter Dirk Riebensahm startet als siebter, vor Claude-Streicher im Mitsubishi. Steve Zimmer führt bei seiner Heimrallye erneut den bärenstarken BMW M3 E46 vor. Aus der Schweiz reist Urs Hunziker mit der Startnummer 10 an, ehe eine Armada von R3-Fahrzeugen die Strecken überfährt. Allen Voran WRC3-Spitzenreiter Quentin Gilbert und Ex-Europameister Bruno Thiry. Caren Burton und Armand Fumal starten ebenso im DS3 R3T wie Ronny Foxius und Lars Mysliwietz. Das Nachwuchstalent Hugo Arellano startet im neuen Ford Fiesta R200. In der R2-Klasse muss man sicher mit Marijan Griebel rechnen, der zuletzt einen Lauf im ADAC Opel Adam Rallye Cup gewinnen konnte, er muss sich einer starken Konkurrenz stellen. Insgesamt starten 12 R2-Fahrzeuge in Luxembourg.

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BildEine digitale Profispiegelreflexkamera, mit verschiedenen Wechselobjektiven, am besten in unterschiedlichen Brennweiten sowie Lichtstärken. Das wäre wohl die gängige Antwort, die man von nicht Wenigen zu hören bekommt. Ist das schon alles?

Wird man allein dadurch, plötzlich zu einem besseren Fotografen oder gar zum ”Profi”, nur weil man sich teure Ausrüstung leisten kann? Sicherlich erleichtert hochwertige Ausrüstung das Arbeiten an der Strecke, aber was hilft einem, eine mehrere tausend Euro teure Ausrüstung, wenn die Stelle an der man steht, absolut nicht fototauglich ist? Die Antwort. Nichts! Was also macht den Unterschied zwischen einen Amateur und einem Profi? Wie so oft liegt die Antwort um diese Frage beantworten zu können, auf jenem, was dem außenstehenden verborgen bleibt. Nämlich in der Arbeit welche im Vorfeld einer Rallye erledigt werden muss. Streckenkarten studieren, Bilder vergangener Jahre ansehen und das Abfahren interessanter Punkte gehört ebenso dazu, wie das Fotografieren selbst. Hat man nach all dem eine Stelle gefunden heißt es den richtigen Durchgang wählen. Vielleicht ist im zweiten das Licht besser, vielleicht Springen die Fahrer weiter, vielleicht liegt nach dem ersten Durchgang mehr Dreck auf der Strecke usw. das alles sind wichtige Punkte, die bedacht werden sollten. Allerdings sind dies auch nur Eckpunkte im Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Dingen die stimmen müssen und es mag abgedroschen klingen, doch häufig braucht man auch einfach mal das Quäntchen Glück, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Doch wer die Disziplin aufbringt und einige der oben genannten Punkte beachtet und mit Spaß bei der Sache ist, bei dem wird sich auch mit einer kleineren Ausrüstung der Erfolg bald einstellen und man wird mit schönen oder noch schöneren Fotos im Gepäck die Heimreise antreten.

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Sonne, Strand und jede Menge Schotteraction, das sind die Zutaten für einen der schönsten Läufe, die der Kalender der Rallye-WM zu bieten hat und genau das war es, was wir erwartet hatten als wir den Flug nach Sardinien buchten. Eines vorweg, wir wurden nicht enttäuscht. (mehr …)