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„Ich kann’s nicht fassen“, strahlte der überglückliche Georg Berlandy nach dem Zieldurchlauf der ADAC Rallye Deutschland. „Nach all dem Pech in diesem Jahr gerade hier bei der Deutschland-Rallye endlich den Sieg zu holen, das ist schon Wahnsinn.“ Nach einer Serie von Rückschlägen im bisherigen Saisonverlauf gelang dem Stromberger diesmal ein lupenreiner Sieg. Von der ersten WP an konnte er im knallbunten Hitschler-Peugeot 207 S2000 die Führung übernehmen, die in der Folge nie gefährdet war. „Bei uns lief alles einfach perfekt. Das Finale auf der Panzerplatte bescherte uns noch mal richtiges Gänsehaut-Feeling. Wir wussten dass dort viele Fans stehen, die uns anfeuern und zuwinken. Das war schon unbeschreiblich, den Erfolg muss ich erstmal verarbeiten. Heute Abend wird gefeiert!“ Als Tabellenführer reist Dirk Riebensahm nach Hause. Der gemeinsam mit Co-Pilotin Kendra Stockmar-Reidenbach herausgefahrene zweite Platz reichte dem Andernacher, die alleinige Tabellenführung zu übernehmen. „Wir sind richtig gut durchgekommen und konnten locker, ohne großes Risiko gefahren. Auf der WP Peterberg hatten wir einen Aha-Moment, als zwei Rehe über die Strecke liefen. Das dritte hielt zum Glück an, sonst wären wir wohl nicht ins Ziel gekommen. Das Wallenwein-Team hat uns ein perfekt vorbereitetes Auto hingestellt, das war einer der Schlüssel zum Erfolg.“

2WD-Wertung: Mohe hält den Anschluss Im Fight um die 2WD-Wertung drehte sich am Wochenende alles um die Kontrahenten Lars Mysliwietz und Carsten Mohe. Der Saarländer Mysliwietz (Piesbach) hatte mit seinem Co-Piloten Oliver Schumacher (Fluterschen) zwar mit seinem Citroën DS3 R3T zu kämpfen, konnte sich aber als Gesamt-Sechster die Punkte für die drittbeste DRM-Platzierung sichern. „Nachdem wir auf den Prüfungen gestern zu kämpfen hatten lief es heute besser“, bilanzierte er. „Wir sind allerdings auch betont vorsichtig gefahren. Ich mag die Panzerplatte nicht, aber sie ist doch jedes Mal eine riesige Herausforderung. Man ist hinterher froh, sie gemeistert zu haben.“ Mysliwietz konnte mit dem Ergebnis die Führung in der 2WD-Wertung der frontgetriebenen Fahrzeuge der Divisionen 3 bis 6 behaupten. „Schön, dass ich als Tabellenführer zu meiner Heimrallye komme“, freute er sich, „aber man darf nicht übersehen, dass das nur möglich war, weil mein Hauptkonkurrent Pech hatte.“ Tatsächlich: Carsten Mohe (Crottendorf) und sein Co-Pilot Stefen Rothe (Plauen) legten zu Beginn der Rallye ein hohes Tempo vor und glänzten mit Top-Zeiten, die ihnen den zweiten Platz im Feld der nationalen Rallye einbrachten. Doch dann stoppte ein abgebrochener Kugelbolzen den Vorwärtsdrang. Das Team reparierte den flotten Fronttriebler aber und brachte ihn am Samstag nach Superallye-Reglement wieder an den Start. „Wir haben lange überlegt, sind dann aber doch wieder angetreten, um noch ein paar Punkte mitzunehmen“, so der Erzgebirgler. Durch die gesammelten Strafzeiten konnte er zwar in der Endabrechnung kein entscheidendes Wort mehr mitreden, doch war er mit der Performance am Samstag zufrieden: „Es lief dann auch ganz gut, und wir konnten ordentliche Zeiten fahren.“ Vor der ADAC Saarland-Rallye hält er als Zweitplatzierter den Anschluss an den 2WD-Leader Mysliwietz.

ADAC Opel Rallye Cup: Fahrner und Griebel bestimmen das Geschehen Auch das Geschehen im ADAC Opel Rallye Cup, der gemeinsam mit den DRM-Teilnehmern das Gros des Feldes im nationalen Teil der ADAC Rallye Deutschland bildete, wurde vom Fight zweier Piloten geprägt. Die beiden ehemaligen DRM-Teilnehmer Markus Fahrner (Winnenden) und Marijan Griebel (Hahnweiler) lieferten sich ein packendes Duell um die Führung, bei dem Fahrner die Nase vorne behielt. „Nach zwei Rallyes Pause kam ich mit dem Wunsch hierher, zu gewinnen: Diese Veranstaltung mit ihren tollen WPs hat einen besonderen Stellenwert. Super, dass es geklappt hat.“ Griebel konnte sich als Zweitplatzierter gleichzeitig den Sieg in der Junior-Wertung sichern. „Beim Saisonhöhepunkt so weit vorne zu sein ist einfach klasse“, freute sich der Youngster anschließend. Auch in der Tabelle des neuen, von ADAC und Opel ausgerichteten Rallye-Markenpokals liegen die beiden Piloten vorne: Fahrner (178 Punkte) führt vor Junior-Leader Griebel (139) und Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach, 120).

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